04.01.2015

Goldener Fußball: BSC gelingt Überraschungscoup

Titelverteidiger Hertha BSC im Halbfinale gescheitert

Vor 238 zahlenden Zuschauern erlebte das älteste Hallenturnier der Stadt, der Goldene Fußball für D-Junioren, in der Sporthalle Schöneberg seine 51. Auflage. Der Vorjahresfinalist Frohnauer SC verlangte dem Titelverteidiger Hertha BSC, der wieder mit dem jüngeren Jahrgang angetreten war, im zweiten Semifinale alles ab. Nach dem 0:0 in der regulären Spielzeit hatte der FSC im Neunmeterschießen mit 3:2 das bessere Ende für sich. Zuvor hatte der Berliner SC im ersten Halbfinale gegen den Nachwuchs von Stern Marienfelde, der überraschend als Gruppensieger in die Vorschlussrunde einzog, mit 2:1 gewonnen. Das Finale verlief spannend – aber auch torlos. Der BSC hatte jedoch im Entscheidungsschießen gegen den Frohnauer SC mit 3:2 die Nase vorn und sicherte sich so den Turniersieg.

Aus der Goldenen Gruppe müssen der Sechstplatzierte SC Staaken sowie Viktoria 89 absteigen, weil der 1. FC Schöneberg als Ausrichter des Turniers automatisch gesetzt ist. Sie werden im nächsten Jahr von den beiden Aufsteigern aus der Silbernen Gruppe, Tennis Borussia und 1. FC Wilmersdorf, ersetzt.

In der Gruppe A sicherte sich Stern Marienfelde mit einem Sieg und zwei Unentschieden den ersten Platz. In der letzten Partie dieser Gruppe hatte zwar der SC Staaken den 1. FC Schöneberg mit 7:0 überrollt und gegenüber dem Frohnauer SC das deutlich bessere Torverhältnis, doch mit dem direkten Vergleich (1:0 gegen Staaken) hatte sich der punktgleiche FSC Platz 2 gesichert. In der Gruppe B hatte Titelverteidiger Hertha BSC anfänglich Schwierigkeiten. Im ersten Spiel bogen die Herthaner gegen Türkiyemspor einen 0:1-Rückstand noch in einen 2:1-Sieg um. Danach folgten ein knapper 1:0-Erfolg gegen den BSC und ein 7:3-Kantersieg gegen Viktoria 89 zum Gruppensieg. Platz 2 in dieser Gruppe sicherte sich der BSC mit zwei Erfolgen und einer Niederlage.

Das erste Halbfinale zwischen Stern Marienfelde und dem Berliner SC war eine muntere Auseinandersetzung: Der Führungstreffer für den BSC durch Ünal war schön herausgespielt, wenig später hätte Ünal per Fallrückzieher nachlegen können, doch er traf den Ball nicht voll. In der Schlussphase explodierte das Geschehen: Tony Rölke, einer beiden besten Torschützen des Turniers, sorgte für den Ausgleich. Und als sich die Zuschauer schon mit einem Neunmeterschießen abgefunden hatten, traf Thiele vier Sekunden vor der Schlusssirene zum BSC-Erfolg.

Im zweiten Semifinale dominierte zwar Hertha BSC das Geschehen, aber sie konnten den Teufelskerl im FSC-Kasten, Jason Ciczewski, nicht bezwingen. In der Endphase scheiterten die Herthaner Seidel, Rhein und Netz mit besten Möglichkeiten an Ciczewski, der zum besten Keeper des Turniers gewählt wurde. Im Entscheidungsschießen parierte Ciczewski zwei Neunmeter, während Krieg mit dem vierten Schuss zum umjubelten 3:2-Siegestreffer für Frohnau einnetzte. Die Duplizität der Ereignisse waren auch im Finale zu sehen: Nach sehr zögerlichem Beginn beiderseits war es in der Schlussphase der Frohnauer SC, der den BSC arg unter Druck setzte. Vor allem der starke Tokdemir hätte das Endspiel entscheiden können, doch auch der Berliner SC hatte mit Ben Ari einen starken Keeper zwischen den Pfosten. Mit dem vierten verwandelten Neunmeter avancierte Nils Thiele zum Matchwinner und sicherte so dem Berliner SC den Turniersieg. „Wir haben ein interessantes Turnier in guter Atmosphäre gesehen. Unser im Jahre 2012 verstorbenes Ehrenmitglied Joachim Salomon, der die Veranstaltung 1964 aus der Taufe gehoben hat, hätte das sicherlich mit Wohlwollen betrachtet“, sagte der 1. Vorsitzende des 1. FC Schöneberg, Hans-Dieter Beuthin.

Von Michael Sauer

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