20.12.2017

Fußballtrainer – Job auf wackeligem Stuhl

Diese Rechnung kann nicht aufgehen: In Deutschland gibt es rund 890 lizenzierte DFB-Fußballtrainer, aber sie alle möchten einen Job bei einem der insgesamt nur 59 Fußball-Profivereine. Das Berufsleben eines Fußballtrainers ist knallhartes Geschäft und wer zwei Mal scheitert, kommt ganz schwer wieder zum Job. Aber diejenigen, die Erfolg haben, werden gelobt und gefeiert. Bleiben die Ergebnisse allerdings aus, steigt der Erfolgsdruck. Wer sich im Profi-Fußball mehrere Niederlagen hintereinander leistet, wird immer infrage gestellt werden. Der Weg vom Starcoach zum Versager ist im Fußball besonders kurz. Fußballtrainer im Profifußball sitzen oft auf wackeligem Stuhl. Droht der Abstieg, muss der Trainer gehen…

Eigentlich sitzt in jedem deutschen Wohnzimmer ein Fußballtrainer. Der Job muss so einfach sein, dass jeder zweite Fußballfan vorgibt, so viel fußballerischen Sachverstand, dass er seine Dorfmannschaft zu Meisterschaftskandidaten trainieren könnte. Vor allem am Wochenende bei den Bundesliga-Spielen werden den Trainern von zuhause aus vor dem Fernseher Anweisungen, Taktik-Ratschläge und Tipps gegeben.
Aber so leicht und einfach ist der Job von Jogi Löw & Co. allerdings nicht. Ein Fußballtrainer muss jede Menge Eigenschaften haben, um ein Fußballteam zu führen. Er muss ein gewiefter Taktiker und ein Motivationstalent sein sowie über die Fähigkeit verfügen, aus einzelnen Kickern eine erfolgreiche Mannschaft zu bilden. Diese Fußballmannschaften sind besonders für Sportwetten interessant. Denn Millionen Fußballfans tippen jede Woche auf ihre Mannschaft, auf Tore und einzelne Spieler. Sie geben Wettscheine ab und verdienen damit Geld. Auf http://www.sportwetten.org gibt es die Möglichkeit, sich über Buchmacher mit besten Wettquoten zu informieren.

So wird man Fußballtrainer

Der Deutsche Fußball Bund (DFB) vermittelt das Basiswissen und die Trainer-Anwärter müssen bei den Landesverbänden die Schulbank drücken. Wer sein Geld als Profitrainer verdienen möchte, muss ein vierstufiges Ausbildungssystem absolvieren.

C-Lizenz – Den Anfang in die Trainer-Profi-Karriere macht die C-Lizenz, für die es eine dreiwöchige Ausbildung gibt und die mit einer dreitägigen Ausbildungsprüfung endet. Mit der C-Lizenz darf man anschließend alle Junioren- und Amateurmannfußballmannschaften (bis 5. Spielklasse) trainieren. Trainer, die den C-Schein mit mindestens neun Punkten erreicht und danach ein Team ein Jahr angeleitet haben, können mit dem nächsten Schritt weitermachen.


B-Lizenz – Für diese Lizenz wird ebenfalls ein dreiwöchiger Kurs mit anschließender Prüfung vorausgesetzt. Mit dem B-Schein ist es möglich als Stützpunkttrainer zu arbeiten oder für die Leistungszentren der Lizenzvereine tätig zu werden. 

A-Lizenz und Fußball-Lehrer – Die A-Lizenz ist die Königsklasse unter den Trainerlizenzen, die zu gut bezahlten Trainerjobs führt. Mit der Lizenz kann beispielsweise der Trainerjob in der Frauen-Bundesliga wahrgenommen werden. Wer auf die Bank von Bayern München, Borussia Dortmund oder von der Nationalmannschaft möchte, braucht die Lizenz zum Fußball-Lehrer. Diese Lizenz schafft man zwar nach weiteren 44 Ausbildungswochen, aber sie garantiert noch lange nicht das Gehalt eines Jogi Löw. Denn die Trainerjobs im Profi-Fußball sind äußerst begrenzt und haben mit über 800 Fußballtrainern in Deutschland jede Menge Konkurrenz.

Der Trainer einer Fußballmannschaft hat Vorbildfunktion und sollte folgende Eigenschaften besitzen:

• guten Umgang mit Konflikten
• Gefühl für den Umgang leistungsschwächeren Spielern
• gesundheitsbewusste Ernährung
• eigene Fehler eingestehen
• mit Kritik umgehen können
• mit Sieg und Niederlage umgehen können
• Regeln einhalten
• Wertschätzung jedes einzelnen Spielers
• sportliche Fairness

Die Aufgaben

Ein Fußballtrainer wird immer bei ausbleibendem Erfolg als Erster in Frage gestellt. Er ist für die Spieler auch Motivator, Pädagoge und Psychologe, setzt aber auch ein auch ein hohes Maß an Disziplin, Ehrgeiz und Geduld voraus. Ein Fußballtrainer sollte immer den Spagat zwischen Freund und Autoritätsperson schaffen. Wenn er zu egoistisch handelt oder sich von außen beeinflussen lässt, kann es zu Unstimmigkeiten im Team kommen.
Zu den Aufgaben eines Fußballtrainers gehören neben der Analyse der Gegner, die Trainingseinheiten, die sorgfältig geplant und durchgeführt werden müssen, da sie die Spieler auf die Begegnungen vorbereiten. Dabei gilt es immer auch den aktuellen Leistungsstand der Mannschaft sowie die letzten Spielergebnisse zu berücksichtigen werden. Zu Beginn einer neuen Saison muss die Mannschaft so aufgestellt werden, dass es möglich ist die gesteckten Ziele zu erreichen. Mögliche Team-Neuzugänge müssen nicht nur gesichtet, sondern auch vom Verein und Team überzeugt werden.
Vom Fußballtrainer wird umfassendes Wissen in den Bereichen Taktik und Technik verlangt, damit sich seine Mannschaft weiter entwickeln kann. Auch Kondition sowie Kraft und Schnelligkeit müssen vom Trainer geschult werden. Dabei ist er in der Verantwortung, die Belastung so zu steuern, dass die Spieler möglichst verletzungsfrei bleiben und stets ihre Leistungsfähigkeit in den Begegnungen abrufen können.

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