01.02.2014

Einzigartig mit eigenem Stadion

Am 1. Mai ist es soweit: Den BFC Preussen wird es dann seit 120 Jahren geben. 1894 gründeten Schüler des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums im Weißbierlokal „Zum Dustern Keller“ an der Bergmannstraße den Verein unter dem Namen „BFC Friedrich Wilhelm“. In relativ kurzer Aufeinanderfolge wurde der Klub zunächst in „Berliner Fußballclub“ und dann in „Berliner Thor und Fußballclub“ umbenannt, ehe es 1898 zur endgültigen Namensgebung „Berliner Fußball Club Preussen“ kam.

Schon ein Jahr später feierte der BFC einen seiner größten Erfolge und gewann die Berliner Meisterschaft. Dies schafften die Preussen noch sieben weitere Male, in den Jahren 1977 und '80 holte man den Titel in der damaligen Oberliga Berlin und durfte damit an der Aufstiegsrunde zur 2. Liga Nord teilnehmen. Doch lediglich 1980 versuchten die Preussen, den Sprung in die zweithöchste deutsche Spieklasse zu bewerkstelligen. In den Aufstiegsspielen gegen Göttingen 05 zog man jedoch den Kürzeren (0:1 im Hin-, 1:1 im Rückspiel). Drei Jahre zuvor verzichtete man auf die Aufstiegsrunde. Auch 1981 wurde der BFC Berliner Meister, aufgrund der Zusammenlegung der Staffeln Nord und Süd zur eingleisigen 2. Bundesliga gab es jedoch keine Aufsteiger.

Vor dem Ersten Weltkrieg brachte der BFC einige Nationalspieler hervor, zu den bekanntesten Akteuren in jüngerer Vergangenheit zählen Michael Sziedat (379 Bundesligaspiele für Hertha BSC und Eintr. Frankfurt), Andreas Neuendorf (200 BL-Spiele für Bayer Leverkusen und Hertha BSC) oder Christoph Dabrowski (273 BL-Spiele für Werder Bremen, Arm. Bielefeld, Hannover 96 und VfL Bochum). Derzeit spielt Preussen in der Landesliga und belegt dort den 6. Platz. Eigentlich zu wenig für den Lankwitzer Klub, der von 2005 bis 2009 noch in der Oberliga beheimatet war. Einzigartig hingegen: Die Preussen besitzen ein eigenes Stadion. Dies kann kein anderer Berliner Klub von sich behaupten.

Von Andreas Krühler

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