24.09.2014

Ein ganz hartes Stück Arbeit

Gemania präsentiert sich nicht wie ein Schlusslicht

Dieser Heimsieg war ein härteres Stück Arbeit, als ein oberflächlicher Blick auf die Tabellenplatzierungen der Kontrahenten zuvor vielleicht nahegelegt hätte. Die Gäste aus Halberstadt präsentierten sich kompakt, zweikampfstark und vor allem bis in die Schlussminuten hinein torgefährlich. Und das, obwohl Germania fast die komplette zweite Hälfte in Unterzahl agieren musste: Schütze hatte nach einem übermotivierten Foul an der Mittellinie (51.) die Ampelkarte Karte gesehen.

Dabei hatte die Partie auch wie gemalt für den Tabellenletzten aus dem Harzvorland begonnen. Zwar hatte Hertha mit aggressivem Pressing sofort das Heft in die Hand genommen, das frühe Tor aber machte Teixeira auf der Gegenseite. Lange hielt diese Führung allerdings nicht: Hertha Zwo machte besonders über die Außenbahnen viel Druck, Zingu agierte oft als eine Art hängende Spitze. Der Lohn ließ nicht lange auf sich warten: Profi-Leihgabe Wagner, der ein sehr engagiertes Spiel zeigte, nutzte seine Routine und hakte geschickt beim herausstürmenden Germania-Keeper Pascal Nagel ein. Referee Wilske konnte nur noch auf den Punkt zeigen und Mukhtar (ebenfalls aus dem Bundesligakader) verwandelte schließlich humorlos in die Mitte des Tores.

In der Folge hatte Hertha zwar gefühlte 80 Prozent Ballbesitz, aber Halberstadt kam immer wieder zu gefährlichen Kontern, die vor allem Teixeira mit klugen Zuspielen einleitete. Die Partie blieb nach Herthas Ausgleich jedenfalls offener, als es den technisch überlegenen Berlinern lieb sein konnte. Es war Wagner, der kurz nach Schützes Platzverweis die Weichen für Herthas Sieg stellte: Geschickt holte er einen Freistoß an der Strafraumgrenze heraus (53.), den Mukhtar ans Lattenkreuz knallte. Den zurückprallenden Ball versenkte der agile Fuchs volley zum 2:1.

Doch Halberstadt blieb auch zu zehnt gefährlich und bekam durch den von Pascal Nagel sicher gehaltenen Wagner-Elfmeter noch einmal Mut. Lange Bälle brachten die Herthaner danach mehrfach in Bedrängnis, aber dann machte der kurz zuvor eingewechselte Andrich den Dreier klar: Er konnte sich bei seinem Tor nach einer schönen Kombination über Mukhtar und Fuchs die Ecke aussuchen.

Hertha BSC II – Germania Halberstadt 3:1 (1:1)

HERTHA BSC II: Sprint – Regäsel, Syhre, Breitkreuz, Zingu – Samson, Mukhtar – Born (83. Dem), Rockenbach (81. Andrich), Fuchs – Wagner (87. Stephan).
HALBERSTADT: P. Nagel – Schütze, Buntschu (73. Piele), Meier, Schlitte – Nennhuber – Beil (79. Kullmann), Teixeira, Wersig, J. Nagel – Ristovski.
SR: Wilske (Bretleben) – Z.: 358.
TORE: 0:1 (5.) Teixeira, 1:1 (12.) Mukhtar, Foulelfmeter (P. Nagel an Wagner), 2:1 (53.) Fuchs, 3:1 (86.) Andrich.
BES. VORKOMMNIS: 71. P. Nagel pariert Foulelfmeter (Buntschu an Zingu) von Wagner.
GELBE KARTEN: Fuchs, Samson – P.Nagel, Schütze.
GELB-ROT: 51. Schütze (wiederholtes Foulspiel)
BESTE SPIELER: Fuchs, Wagner – Teixeira, Nennhuber.

Von Uli Krug

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