17.05.2014

Ein bisschen wie in Irland

Der Irish Pub „The Dubliner“ ist nicht nur etwas für HSV-Fans

Was fällt einem ein, wenn man an Irland denkt? Ein lebenslustiges Volk, viel Musik, massenweise Bier, tolle Kneipen – und erfolglose Fußballer. So passt es hervorragend, dass sich im Irish Pub „The Dubliner“ die leidgeprüften Fans des Hamburger SV treffen. Seit vier Jahren ist dies die offizielle Fankneipe für die „HSV-Fanszene Berlin“. An der Gleimstraße im Prenzlauer Berg liegt „The Dubliner“ nur fünf Gehminuten vom Jahn-Sportpark entfernt.

Früher trafen sich hier die Anhänger des VfL Bochum – noch so ein Verein, dem es sportlich tendenziell eher schlecht geht. Die Bochumer machten dann aber ihre eigene Kneipe auf und zogen um, so dass die HSV-Fans den von Odes Lewin betriebenen Irish Pub für sich einnehmen konnten. Sie haben es dort nicht schlecht getroffen: „The Dubliner“ verströmt irisches Lebensgefühl, ist behaglich und bietet viel Platz. Fußball läuft hier beinahe rund um die Uhr, und es gibt nicht nur HSV-Spiele zu sehen. „Wir haben auch sehr oft Bayern-Fans hier, zum Beispiel bei Champions-League-Spielen“, sagt Lewin. Ärger habe es unter den verschiedenen Fangruppen aber noch nie gegeben, beteuert die Inhaberin. Man schaut, fiebert, leidet und feiert im „Dubliner“ gemeinsam – typisch irisch eben.

Größe/Plätze

Mindestens 300 Leute passen in die Kneipe, die sich auf zwei Etagen erstreckt. Im Erdgeschoss gibt es zwei Räume und viele verwinkelte Ecken – überall mit Bildschirmen beziehungsweise Leinwänden zum Fußballgucken versehen. Das erste Stockwerk ist eine Art Rundgang, von einem Balkon aus kann auf das Erdgeschoss hinabgeblickt werden. Trotz seiner enormen Größe wirkt der Laden keineswegs ungemütlich.
WERTUNG: 6 Bierkrüge

Programmangebot

An Bundesliga-Spieltagen läuft im Erdgeschoss immer die Partie des HSV, oben hingegen ist die Konferenz oder aber ein anderes Topspiel zu sehen. Selbstredend gehören Champions-League- sowie Europa-League-Spiele zum Repertoire des Irish Pubs. Auch internationale Ligen können im „Dubliner“ verfolgt werden, sofern sie nicht zeitgleich zur Bundesliga gesendet werden.
WERTUNG: 5 Bierkrüge

Getränke und Speisen

Wer alle angebotenen Biersorten an einem Abend austesten möchte, muss besonders stark am Glas sein – es gibt nämlich 21 verschiedene (sowohl Flaschen- als auch Fassbier). Sogar auf besondere Bedürfnisse nimmt man Rücksicht. So wird extra „Holsten“ vom Fass ausgeschenkt, wenn der HSV spielt. Selbstredend gibt es auch Hochprozentiges wie Whiskey. Auch kulinarisch bekommen die Gäste des „Dubliner“ etliches geboten: Irische Spezialitäten wie etwa „Shepherd’s Pie“ (Hackbraten mit Stampfkartoffeln), außerdem Steaks, Koteletts, Schnitzel, Burger, Salate, Currywurst, Chili con Carne, Gulaschsuppe oder Nachos.
WERTUNG: 6 Bierkrüge

Preise

Das günstigste Bier kann für 2,90 Euro erworben werden, für das teuerste muss man sechs Euro hinlegen. Softdrinks (0,3 Liter) kosten 2,50 Euro, Longdrinks schwanken von 4,30 bis 5,30 Euro. Spirituosen gibt es von 1,60 Euro (Korn) bis 4,50 Euro (Wodka). Cocktails gehen für 5,90 Euro über den Tresen.
WERTUNG: 4 Bierkrüge

Bedienung/Service

Im Erdgeschoss gibt es einen Tresen, dort sind in der Regel zwei Thekenkräfte am Werk, außerdem zwei Bedienungen zum Servieren. Oben an einer weiteren kleinen Theke steht eine Person, eine weitere kellnert. Der Service ist normaler Standard.
WERTUNG: 4 Bierkrüge

Ausstattung/Wohlfühlfaktor

Über alle Räumlichkeiten verteilt gibt es insgesamt fünf Fernseher sowie zwei Leinwände. Man verpasst also nichts, egal wo man sich aufhält. Es sind viele kleine Sitzecken vorhanden, sogar vereinzelte Strandkörbe. Im Erdgeschoss gibt es einen separaten Raucherraum, auch oben darf gequalmt werden. Mit viel Holz und Klimbim an den Wänden wirkt „The Dubliner“ extrem gemütlich.
WERTUNG: 6 Bierkrüge

Sanitäre Anlagen

Befinden sich im Keller, für die Frauen stehen drei Toiletten, für die Männer drei Pissoirs sowie zwei Klos zur Verfügung.
WERTUNG: 5 Bierkrüge

Stimmung

Würde der HSV mal Erfolg haben, wäre die Stimmung mit Sicherheit sehr ausgelassen. Trotz Pleiten, Pech und Pannen der Slomka-Elf herrscht im „Dubliner“ meist gute Laune – sei es bei Nicht-HSV-Spielen oder aber bei Livemusik abends.
WERTUNG: 4 Bierkrüge

Fazit

„The Dubliner“ ist genau so, wie man sich einen ordentlichen Irish Pub vorstellt. Ein wahres Juwel für alle Fußballfans – auch wenn man kein Anhänger des HSV ist.

Sechs Bierkrüge: besser geht es kaum – fünf: hervorragend – vier: guter Durchschnitt – drei: ausreichend – zwei: ganz schön dürftig – ein Ball: einfach nur ärgerlich, lohnt keinen Besuch.

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