Mein Fußball-Woche

15.05.2013

D-Jugend: Hertha BSC sorgt vor der Pause für die Vorentscheidung

20 starke Minuten reichen

Den besseren Start in die Partie erwischten die Lichterfelder: Robin Schultze startete ein Solo über drei Viertel des Spielfeldes und sein Schuss wurde im letzten Moment zur Ecke abgeblockt. Diese brachte erneut Gefahr, doch Keeper Meyer war bei Grätz' noch abgefälschtem Schuss auf dem Posten (4.). Die Herthaner brauchten gut zehn Minuten, um ins Spiel zu finden, doch dann starteten sie richtig durch. Hatte Galesic mit seinem Schlenzer an den Innenpfosten noch Pech (12.), klärte Chung per Doppelschlag die Fronten.

Nun ließen die Spieler von Trainer Christian Freiwald Ball und Gegner laufen, diktierten eindeutig das Geschehen und erhöhten noch vor der Pause auf 3:0. Wer geglaubt hatte, die zweite Hälfte würde ereignisarm dahinplätschern, sah sich zum Glück getäuscht. Der LFC gab nun den Ton an, drängte auf das Anschlusstor, meist initiiert von Grätz oder Nerlich. Doch das finale Zuspiel gelang zumeist nicht oder Herthas aufmerksamer Schlussmann Meyer war auf dem Posten. Einzige Ausnahme: Der Treffer zum 1:3, als Grätz, Nerlich, Stübing und letztendlich Schultze einen Bilderbuchangriff endlich auch mal krönten. Die aufkeimende Hoffnung im Lichterfelder Fanblock bewahrheitete sich nicht, denn zum einen fiel das Tor zu spät und zum anderen waren die Süd-Berliner kräftemäßig am Ende.

So hatten die in Halbzeit zwei mehr verwaltenden als spielenden Herthaner letztlich keine große Mühe, den Sieg nach Hause zu schaukeln, wenngleich ihr Trainer das schlechte Ausspielen der Konter als (einzigen) Kritikpunkt anmerkte. Die Freude bei seinen Jungs, die ja auch noch in der Meisterschaft ein ernstes Wörtchen mitreden möchten, war jedoch ungebrochen und so gab es auch bei ihnen die vorgedruckten Pokalsiegershirts. Dies kam beim LFC-Trainergespann Edgar Döring und Nicolas Damian Rösener nicht gut an: „Wir haben so etwas nicht vorbereitet, aber das ist Geschmackssache. Schade, dass wir nach gutem Beginn unsere Linie verloren haben. Wie wir in der zweiten Hälfte ohne Druck gespielt haben, war klasse, aber leider zu spät.“

Hertha BSC – LFC Berlin 3:1 (3:0)

HERTHA: Meyer – Stübing, Knoop, Dündar – Chung, Galesic, Abouchabaha – Werthmüller. Eingewechselt: Maciejewski, Weber, Krüger.

LFC: Kasten – Polat, Grätz, Mailliet – Häntsch, Nerlich, Holz – Schultze. Eingewechselt: Gencel, Kastrati, Diekmann, Bilgic.

SR: Unger (BSV 92).

TORE: 1:0 (15.) Chung, im Nachsetzen; 2:0 (19.) Chung, aus acht Metern; 3:0 (24.) Abouchabaha; 3:1 (50.) Schultze, schließt wunderschönen Angriff über vier Stationen ab.

GELBE KARTE: – Diekmann.

BESTE SPIELER: Chung, Galesic, Meyer – Nerlich, Grätz.

Von Sven Gusko

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