05.07.2015

Berliner Meisterschaft der D-Jugend

Hertha BSC verhindert BFC-Double

Mit einem in dieser Deutlichkeit nicht erwarteten Sieg im Berliner D-Jugend-Finale verdarb Hertha BSC dem diesjährigen Pokalgewinner Dynamo die Party und das Double. Statt nebenan im Schwimmbad Mariendorf mussten die Kontrahenten den Mittagstermin in der Backofenhitze des Stadions wahrnehmen. Wegen „organisatorischer Schwierigkeiten“ war die von beiden Mannschaftsleitungen gewünschte Verlegung des Spiels auf den frühen Morgen nicht zustande gekommen. Dafür gab es Extra-Trinkpausen an diesem glühend heißen Tag.

Bis zum Halbzeitpfiff bestaunten die Zuschauer ein temporeiches Spiel und bestes Pressing beider Teams, als gäbe es keine Hitze. Wurde es einmal gefährlicher, prallten die Angriffe an den jeweiligen starken Abwehrreihen um Alagic (BFC) sowie Netz (Hertha) ab. Beinahe hätte Dynamo sogar noch den Führungstreffer erzielt, doch der Ball prallte an die Latte (28.). Nach Wiederanpfiff und zunächst druckvolleren Dynamo-Angriffen blühte Herthas schmächtiger Torjäger Nemanja Motika nun richtig auf. Sein Treffer zum 2:1 für Hertha war das Signal für den Pokalsieger, noch mehr für die Offensive zu investieren. So bot sich plötzlich die Freiheit, die ein Stürmer braucht. Vom besten Spieler auf dem Platz, Torben Rhein, mehrmals geschickt angespielt, waren sogar noch mehr als seine drei Tore zum Hattrick möglich.


In einigen Situationen dachte man an die Auseinandersetzung von David und Goliath. Hier die älteren, physisch weiter entwickelten Dynamos, dort Herthaner mit exaktem Passspiel, Laufbereitschaft und Dribbelstärke. Herthas Trainerduo Christian Metke und Carsten Hund waren mehr als beeindruckt: „Sie haben alle Charakter gezeigt und sind belohnt worden.“ Auf die weitere Entwicklung dieser Spieler darf man schon jetzt gespannt sind. Dynamo-Coach Rejhan Hasanovic erkannte einen verdienten Meister Hertha BSC an: „Nach den Rückständen waren wir etwas zu offen und konnten dem Druck nicht mehr standhalten.“ 

BFC Dynamo – Hertha BSC 2:5 (1:1)

DYNAMO: Loor – Alagic, Ameti, Iurea – Haxha, Nixdorf, Liebelt – Asllani. 

EINGEWECHSELT: Sieber, Noack, Fender. 
HERTHA: Schulz – Netz, Seidel – Cvjetinovic, Markl, Rhein – Wegener, Motika. 
EINGEWECHSELT: Larysch, Susilovic, Karabiyik. 
SR: Soennecken (Minerva 93) – Z.: 220. 
TORE: 0:1 (13.) Motika, 1:1 (16.) Asllani, 1:2 (38.) Motika, 1:3 (49.) Motika, 1:4 (52.) Motika, 1:5 (55.) Cvjetinovic, 2:5 (58.) Haxha. 
BESTE SPIELER: Iurea, Alagaic, Ameti – Rhein, Motika, Netz, Seidel.  

Von Frank Toebs

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