Mein Fußball-Woche

26.11.2014

BAK bereits Herbstmeister

DJK nutzt Remis im Topspiel – USO hisst weiße Fahne

Immer wenn sich in der 1. Abteilung eine Mannschaft als ernsthafter Verfolger des Spitzenduos zu profilieren scheint, folgt prompt ein Rückschlag. In der Vorwoche erwischte es den SV Empor II, nun Hertha, Spandau 06 und Stern Britz. Dessen Trainer Thomas Brown war nach dem 1:1 gegen den NFC Rot-Weiß ziemlich enttäuscht und sprach von einer vergebenen Chance.

Doch des einen Freud ist des anderen Leid: Die Unbeständigkeit der Verfolger spielt Srbija und Neukölln natürlich in die Karten. Die beiden prominent besetzten Aufsteiger haben sich bereits ordentlich abgesetzt. Die Herbstmeisterschaft geht demnach nach Spandau oder Neukölln. Wohin genau, wird sich wohl erst am letzten Hinrundenspieltag herausstellen. Denn dann kommt es – dem Ansetzer sei es gedankt – zum direkten Duell. So beruhigend der Vorsprung an der Spitze bereits ist, so besorgniserregend ist der Rückstand von Wacker Lankwitz am Tabellenende. Nach der Niederlage in Mahlsdorf sind es schon neun Punkte auf einen Nicht-Abstiegsplatz und in der momentanen Form gibt es nicht viel, was den Lankwitzern Hoffnung machen könnte.

In der 2. Abteilung blieb das Topspiel ohne Sieger. Schöneberg war gegen Rehberge zwar nah dran an einem Dreier, die Hoffnungen auf die Bigpoints zerschellten aber am Aluminium. Das dürfte DJK-Trainer Heiko Lambert und seinen Mittelfeldspieler Maurice Jacobsen, die sich das Topspiel aus nächster Nähe ansahen, nochmal extra motiviert haben. Aus Schöneberg ging es direkt zum Auswärtsspiel beim FC Nordost, wo Jacobsen vier Tore erzielte und die Neuköllner erstmals in dieser Saison auf einen Aufstiegsplatz schoss. Von solch angenehmen Gefilden kann Union Südost nur träumen. Das Schlusslicht erreichte am Sonntag beim Heimspiel gegen den TSV Lichtenberg II einen Tiefpunkt und schwenkte durch Karten und Verletzungen dezimiert schon zur Halbzeit die weiße Fahne. Da es zu diesem Zeitpunkt bereits 0:6 stand, wird das Spiel auch so gewertet – ganz zum Leidwesen der Lichtenberger, denen so die Chance auf eine Verbesserung des Torverhältnisses genommen wurde.

In der 3. Abteilung steht der Herbstmeister bereits fest. Der Berliner AK II ist mit sagenhaften 37 Punkten an den verbleibenden zwei Spieltagen nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Satte zwölf Zähler Vorsprung auf Rang drei sind zu diesem Zeitpunkt, vorsichtig formuliert, eine ganz gute Ausgangsposition für den angepeilten Aufstieg in die Landesliga.

Von Julian Graeber

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