15.05.2013

B-Jugend: Tennis Borussia macht dem Favoriten das Leben schwer

Hertha siegt ohne zu glänzen

„Hertha hat nicht den besten Tag erwischt und wäre vielleicht schlagbar gewesen. Wir haben eine gute Leistung gezeigt und nicht viel zugelassen, deshalb ist es schon ärgerlich, dass es doch nicht gereicht hat“, analysierte TeBe-Trainer Dominik Reinhardt das umkämpfte Pokalfinale. In der Tat haben die Blau-Weißen, die in der B-Junioren-Bundesliga unangefochten an der Spitze stehen, schon deutlich bessere Spiele abgeliefert. Tennis Borussia nahm die Rolle als Außenseiter clever an und machte die Räume eng, so dass Hertha nur selten zum gewohnten Direktspiel fand. Besonders auf den Außen wurden Ebot-Etchi und Mirbach geschickt gedoppelt.

So entwickelte sich eine chancenarme Begegnung, die von intensiven Zweikämpfen geprägt war. Hertha hatte zwar ein klares spielerisches Übergewicht, agierte aber zu ungenau. Beide Mannschaften kamen aus dem Spiel heraus kaum gefährlich vor das gegnerische Tor und so resultierten alle drei Treffer vor der Pause aus Standardsituationen. Innerhalb von fünf Minuten trafen Ebot-Etchi, Biyiklioglu und Mirbach per Kopf zum Halbzeitstand von 2:1.

TeBe kam etwas aktiver aus der Kabine und schob die zwei Viererketten um einige Meter nach vorne. So gelang es den Veilchen zwar, mehr Spielkontrolle zu erlangen, es taten sich nach Ballverlusten jedoch auch große Lücken auf, die Hertha bei einigen verheißungsvollen Konterchancen nicht geschickt nutzte. In der Verteidigung der Blau-Weißen steigerte sich Torunarigha nach einer unkonzentrierten Anfangsphase und stoppte viele TeBe-Angriffe mit sauberen Grätschen. Als Hasse und Abderrahmane einen Ballverlust der Lila-Weißen zum 3:1 nutzten, schien die Partie entschieden zu sein (69.).

Nur zwei Minuten später scheiterte Ebot-Etchi mit einem schönen Schlenzer am langen Pfosten. Den Nachschuss verwandelte Hasse, stand dabei aber im Abseits. Auch auf der anderen Seite ärgerte sich Beyazit über den Abseitspfiff des Schiedsrichters, der ihm den Anschlusstreffer verwehrte (73.). Diesen gab es in der Nachspielzeit von Hertha-Torwart Körber geschenkt. Nach dem 3:2 war allerdings sofort Schluss und Hertha feierte die insgesamt verdiente Titelverteidigung. „Wir haben einige Dinge nicht so umgesetzt, wie wir uns das vorgenommen hatten, und haben TeBe so ein paar Chancen ermöglicht. Jetzt freuen wir uns aber über den Titel“, erklärte Hertha-Trainer Andreas Thom, dem von seinen Spielern ein Eimer Eiswasser über den Kopf geschüttet wurde.

Hertha BSC – Tennis Borussia 3:2 (2:1)

HERTHA: Körber – Rausch, Traeder, Torunarigha, Sucsuz (21. Tuzcu) – Tessmann (55. Kauter), Pelivan – Mirbach (51. Regäsel), Abderrahmane (69. Bektic), Ebot-Etchi – Hasse.

TEBE: Kagitci – Lietz (74. Krecklow), Khettal, Biyiklioglu, Acik – Aslan (66. Limaj), Aytan (62. Polat), Bektas, Gevsek (51. Yeboah) – Beyazit, Jahn.

SR: Schwanke (Concordia Britz).

TORE: 1:0 (25.) Ebot-Etchi, Kopfball nach Eckball von Pelivan; 1:1 (28.) Biyiklioglu, drückt den Ball per Kopf nach Eckball von Jahn und Aslan-Kopfball über die Linie; 2:1 (30.) Mirbach, Kopfball nach Pelivan-Freistoß; 3:1 (69.) Abderrahmane, vollendet einen Konter auf Vorlage von Hasse; 3:2 (80.+1) Jahn, begünstigt durch einen groben Torwartfehler.

GELBE KARTEN: – Acik, Biyiklioglu.

BESTE SPIELER: Pelivan, Tuzcu, Torunarigha – Biyiklioglu, Beyazit.

Von Julian Graeber

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