09.02.2014

Concorden geizen mit Toren

Dennoch gewinnen die Britzer das Hallenturnier der Kreisliga B

Erst im 150. und letzten Spiel nach sechs Vor-, drei Zwischen- und der Endrunde wurde der Sieger des diesjährigen Hallenturnieres der Kreisliga B ermittelt: Concordia Britz II löst überraschend die in die Kreisliga A aufgestiegenen SF Charlottenburg-Wilmersdorf ab. Die Konstellation in diesem ansehnlichen und bemerkenswert fairen Endrundenturnier vor gut 100 Zuschauern war überaus spannend: Wenn in der Schlusspartie Sparta Lichtenberg II gegen die Britzer mit drei Toren Differenz gewonnen hätte, wären vier Mannschaften mit neun Punkten gleichauf gewesen – und Sparta hätte wegen des besten Torkontos das Turnier gewonnen. Doch die Britzer erzielten ein torloses Remis und gewannen damit die Hallenmeisterschaft.

Die Ergebnisse und Tabellen des gesamten Turniers finden Sie hier

Ein Novum: Das Team von Spielertrainer Martin Klink schloss mit einem negativen Torkonto ab. Der Hellersdorfer FC dagegen lag – mit der besten Tordiferenz! – am Ende einen Punkt dahinter. Mit Concordia Britz II gewann eine Mannschaft ohne herausragende Spieler, wenngleich neben Klink auch Röschert gefallen konnte. Doch das Team spielte diszipliniert, gut dirigiert von Link. So reichte mit nur sieben Treffern die Hälfte der Torausbeute der Hellersdorfer zum Turniersieg. Die Mannschaft von Trainer André Garske erzielte die meisten Treffer, stellte mit Dennis Bingöl den Torschützenkönig und gewann den von BFV-Vizepräsident Gerd Liesegang gespendeten Fairnesspokal. Schreiber und Shukowski ragten heraus, aber Kapitän Müller konnte, weil erkrankt, nach dem zweiten Spiel nicht mehr weitermachen. Und der gute Rappoldt im Tor konnte nicht alles ausbügeln.

Auf Rang drei landete Minerva 93, der Sieger des Hallenturniers der Kreisliga C aus dem Vorjahr. Torjäger Cirkovic fehlte, der zweitbeste Schütze Kabakci blieb blass. Irgendwie stimmte es auch mit der Abstimmung nicht, Kahbaci machte zu viele Pausen in des Gegners Hälfte. Sparta II hatte mit Philipp Andersen den besten Torwart der Endrunde (nur fünf Gegentore). Im entscheidenden Spiel gegen die Britzer war man selbst in Unterzahl chancenreich, aber Guido Seiferts Männer trafen einfach nicht.

Kurios war's bei Stern Marienfelde II. Die Mannschaft hatte mit Bauer einen hervorragenden Torwart, mit Pascal Schultze den Spieler des Turniers, dazu den Strategen Bräuer und den trickreichen Ziesche, man schoss die zweitmeisten Tore, letztlich aber blieb es Stückwerk. Nach den Leistungen der Vor- und Zwischenrunde enttäuschte Union 06 II. Man hatte mit Kuck einen Feldspieler im Tor, der oft nicht wie ein „Gelernter“ agierte. Nur beim 4:0 gegen Minerva 93 zeigte vor allem Riege, dass die „Eisernen“ mehr drauf hatten. Als Fazit bleibt dennoch: Es war ein rundum gelungenes Turnier.

Von Manuel Fernandes

.

Kommentieren

Vermarktung: