04.01.2014

DJK Schwarz-Weiss gewinnt in der Neunmeterlotterie

Neuköllner siegen beim Bezirksliga-Hallenturnier im Finale gegen Rehberge

Freude bei DJK SW: Der Hallentitel geht nach Neukölln. Foto: Graeber

In einem spannenden Turnier vor erfreulich guter Kulisse hat sich DJK SW Neukölln den Hallentitel gesichert. Im Finale bezwangen die Neuköllner den BSC Rehberge nach torlosen zehn Minuten im Neunmeterschießen.

Mit DJK SW Neukölln siegte am Ende zwar die beste Mannschaft des Turniers – Marc Brunscheen im Tor der Neuköllner kassierte in den neun Turnierspielen nur sensationelle vier Gegentreffer –, im Halbfinale und Endspiel hatte das Team von Heiko Lambert aber auch das nötige Glück auf seiner Seite. Während sich Lambert über den knappen Erfolg nach torlosen zehn Minuten und Neunmeterschießen mit seinen Schützlingen freute (siehe Interview S. 29), herrschte bei Thomas Heidbreder, Trainer des unterlegenen BSC Rehberge, eine Mischung aus Stolz und Enttäuschung. „Über das gesamte Turnier war DJK sicherlich die stärkste Mannschaft, im Finale waren wir aber zumindest nicht schlechter“, sagte Heidbreder und ärgerte sich vor allem über einen umstrittenen Platzverweis für Gundlach drei Minuten vor Ende des Finals. Mit einer sehr cleveren Staffelung schafften es der starke Marco Baum und Co. zwar, das 0:0 zu halten, mussten sich als einziges im gesamten Turnierverlauf ungeschlagenes Team aber mit Platz zwei zufriedengeben.

Jacobsen trifft in Unterzahl

Der emotionale Höhepunkt für DJK war allerdings nicht das spannende, spielerisch aber eher schwache Duell mit Rehberge, sondern das Halbfinale gegen den SSC Südwest – das vorweggenommene Endspiel. Als Maurice Jacobsen die Neuköllner sieben Sekunden vor der Schlusssirene in Unterzahl ins Endspiel schoss, kannte die Freude bei den Schwarz-Weißen kein Halten mehr. Der zuletzt bei Viktoria 89 in der Oberliga aktive Jacobsen riss sich das Trikot vom Leib und Ersatzspieler sowie vereinzelte Zuschauer stürmten das Feld. „Das war schon sehr emotional“, sagte Jacobsen, „so ein Tor kurz vor Schluss – und dann auch noch in Unterzahl.“ Für Südwest blieb am Ende nur Rang vier, nachdem die Steglitzer um den überragenden Kenan Kaplan zuvor auf ganzer Linie überzeugt hatten. Im Neunmeterschießen um Platz drei scheiterte der SSC an Union 06 und dessen Torwart Engin Cinar, der seine Mannschaft zusammen mit Stürmer Lukas Strehlke immer wieder im Turnier gehalten hatte. Besonders im Halbfinale gegen Rehberge wuchs Cinar über sich hinaus, konnte die knappe Niederlage aber nicht verhindern. Durch die Ehrung zum besten Keeper musste Unions Nummer 99 aber zumindest nicht mit leeren Händen nach Hause fahren.

Liria und USO scheitern früh

Die Enttäuschung des Tages war der FC Liria, der schon in der Gruppe deutlich an Südwest und Rehberge scheiterte. Das Team von Perparim Halimi musste auf Torjäger Gezim Jahdauti verzichten, der sich in der Vorrunde am Knie verletzt hatte und auch für den Punktspielstart auszufallen droht. Da sein etatmäßiger Sturmpartner Azem Brahaj einen ungewohnt schwachen Tag erwischte und einige gute Chancen liegen ließ, war das Turnier für Liria nach zwei Niederlagen schon frühzeitig beendet. Da half auch der hallenerprobte Torwart Ricardo Zeidler, der gerade rechtzeitig zur Endrunde von Union Südost verpflichtet wurde, nicht weiter. Apropos Union Südost. Der große Hallenfavorit blieb in diesem Jahr weit hinter den Erwartungen zurück und wurde in der Vorrunde nur Vierter. Zwischenzeitlich ließen die Neuköllner ihre Qualität zwar aufblitzen, letztlich fehlte der Mannschaft um die Demir-Brüder aber die nötige Einstellung und eine stabile Defensive.

Ergebnisse und Tabellen von der Endrunde

Von Julian Graeber

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