Mein Fußball-Woche

23.07.2013

Tanrikulu in der Nachspielzeit

Spandauer Pokal: In allen Achtelfinals setzen sich die Favoriten durch

Die Achtelfinals des Spandauer Bezirksbürgermeister-Pokals sind gespielt. Dabei setzten sich in allen acht Begegnungen, vor insgesamt 479 Zuschauern, die vermeintlichen Favoriten durch.

Wirklich spannend wurde es lediglich bei der Partie FK Srbija gegen den SFC Veritas, die erst mit dem Schlusspfiff ihren Sieger fand. Besonderes Augenmerk dürfte nun der Viertelfinalpartie des SC Gatow gegen den SC Staaken gelten, bei dem Gatows neuer und alter Trainer „Jogi“ Beyer auf seinen Ex-Verein trifft. Für die Gastgeber erfreulich, hat sich auch der SC Alemannia 06 für das Viertelfinale qualifiziert, trifft nun jedoch auf Teutonia – eine ungleich schwerere Aufgabe als der 1. FFV Spandau. Derweil gilt es von den Organisatoren einen herzlichen Dank an den SC Alemannia 06 als Gastgeber des Turniers auszurichten.

Achtelfinale

SC Staaken – Schwarz-Weiß Spandau 2:0 (2:0)
TORE: 1:0 (29.) Sebekow, 2:0 (45.) Sebekow. Der SC Staaken bestimmte über weite Strecken die Partie, ohne zu glänzen. Das 2:0 zur Pause war die Vorentscheidung. Schwarz-Weiß spielte fortan gut mit, Staaken brachte die Führung jedoch gefahrlos ins Ziel.

Blau-Weiß Spandau – SSC Teutonia 0:5 (0:3)
TORE: 0:1 (5.) Mavula, 0:2 (22.) Müller, 0:3 (45.) Müller, 0:4 (53.) T. Ehm, 0:5 (84.) T. Ehm. Teutonia setzte sich standesgemäß, auch in der Höhe verdient, mit 5:0 durch. Von Beginn an ließ die Mannschaft von Trainer Wolk Zweifel daran, wer das Feld als Sieger verlässt.

SC Alemannia 06 – 1. FFV Spandau 6:1 (3:1)
TORE: 0:1 (5.) Voss, 1:1 (11.) Hoteit, 2:1 (34.) Scheider, 3:1 (43.) Bremer, 4:1 (51.) Strube, 5:1 (69.) Strube, 6:1 (80.) Pluskat. ROTE KARTE: Hoheisel (FFV Spandau, 66. /F) Die Hausherren erholten sich vom frühen Rückstand schnell und egalisierten diesen. Fortan bestimmte Alemannia die Szenerie und gewann auch in der Höhe verdient. Negativer Höhepunkt: Die Rote Karte nach überhartem Einsteigen von Hoheisel.

Sportfreunde Kladow – SC Staaken II 2:0 (1:0)
TORE: 1:0 (37.) Phillip Schulz I, 2:0 (48.) Strehl. ROTE KARTE: 86. Böhme (Staaken II, U). Im Duell der Landesligisten setzte sich Kladow verdient durch. Dabei stellte Strehl die Weichen schon kurz nach der Pause auf Sieg. In der Folge blieben Hochkaräter auf beiden Seiten ungenutzt.

1. FC Galatasaray Spandau – SC Siemensstadt 9:1 (5:0) TORE: 1:0 (9.) Biyiklioglu, 2:0 (19.) Aydemir, 3:0 (28.) Aydemir, 4:0 (30.) Yildiz, 5:0 (37.) Biyiklioglu, 6:0 (59.) Sonerter, 6:1 (76.) Pöckmann, 7:1 (77.) Mesici, 8:1 (80.) Özkan, 9:1 (84.) Aydemir. Der Bezirksliga-Absteiger setzt sich standesgemäß gegen den C-Ligisten auch in der Höhe verdient durch. Siemensstadt wehrte sich tapfer, hatte gegen munter aufspielende Gegner jedoch keine Chance.

FC Spandau 06 – Spandauer Kickers 0:4 (0:1)
TORE: 0:1 (58.) Groß-Sudhoff, Eigentor, 0:2 (58.) Sader, 0:3 (69.) Bernau, 0:4 (88.) Greber. Nur in der ersten Hälfte konnte Spandau 06 etwas dagegen setzen. Mit zunehmender Spieldauer übernahm SpaKi immer mehr die Spielkontrolle und siegte auch in der Höhe verdient.

FK Srbija – Spandauer FC Veritas 2:3 (1:1)
TORE: 1:0 (29.) Milovanovic, 1:1 (33.) Akan, 1:2 (53.) Fichter, 2:2 (90.) Zukowski, 2:3 (90.+1) Tanrikulu. In einem gutklassigen Spiel der beiden A-Ligisten, das mit offenem Visier geführt wurde, warem die Spielanteile nahezu gleichwertig verteilt. FK Srbija wähnte sich durch Zukowskis Kopfballtreffer bereits in der Verlängerung, als Tanrikulu im Gegenzug doch noch zuschlug und Veritas ins Viertelfinale schoss.

SC Gatow – Spandauer SV 4:0 (1:0)

GATOW: Hesse – Guske, Otto, Gületkin, Sinan – T. Binting (62. Weglinski), F. Kersten, Griebel, R. Kersten (55. M. Binting), Griebe (62. Kasper) – Fröhlich (71. Hanke).
SSV: Sieckendieck – Hattendorff (46. Jakoplic), Przibilla, Hasanovic (56. Asmus), Franke – Benbrahim, Alvin, Demirkaya, Bicen (77. Sahin), Polchinsgar – Kljaic. SR: Dowall (SC Staaken) – z.Z: 143.
TORE: 1:0 (23.) Griebe, 2:0 (61.) R. Kersten, 3:0 (74.) R.Kersten, 4:0 (84.) Weglinski.
GELBE KARTEN: R. Kersten – Kljaic, Polchinsgar.
BESTE SPIELER: Griebel, R. Kersten, T. Binting – Alvin.

Der SC Gatow feiert unter dem neuen und zugleich alten Trainer Jürgen „Jogi“ Beyer ein gefahrloses 4:0 gegen den Spandauer SV. Im Viertelfinale trifft Beyer mit seiner Mannschaft nun auf seinen Ex-Verein SC Staaken, bei dem sein Abgang nicht völlig geräuschlos über die Bühne ging. Spannung ist dort in jedem Fall programmiert. Gatow legte derweil im Spiel gegen den SSV, der nun von Sven Wagner trainiert wird, los wie die Feuerwehr und erarbeitete sich prompt zwei Großchancen.

Erst nach rund einer Viertelstunde kam der völlig umgekrempelte SSV, dem nur noch Mustafa Bicen und Serkan Alvin erhalten geblieben sind, etwas besser ins Spiel und seinerseits durch Ihljacic zur ersten Möglichkeit. Fortan hatte Gatow zwar mehr Spielanteile, der letzte Pass fehlte jedoch zumeist. Erst aus einem Zusammenspiel zwischen Griebel und Griebe resultierte die Führung Gatows: Griebe nutzte eine Griebel-Flanke per Kopf zum 1:0. Die Führung zur Pause ging in Ordnung. Auch im zweiten Spielabschnitt war es Gatow, das dieses Mal durch zwei Hereingaben vom laufstarken Griebel, der sich in guter Frühform befindet, gefährlich wurde.

Der Spandauer SV konnte fortan nicht mehr zulegen, wenngleich man vermehrt aufrückte und Gatow somit Räume öffnete. Diese nutzte Gatow gekonnt. Zunächst war es Robin Kersten, der mit einem öffnenden Pass vor Sieckendieck auftauchte und für die Vorentscheidung sorgte. Das 3:0 entsprang wieder Daniel Griebel, der Robin Kersten im Zentrum mustergültig bediente und damit die aufgerückte SSV-Defensive überrumpelte. Das 4:0 hatte letztlich nur statistischen Wert, doch auch dem letzten Treffer ging ein Konter voraus, der über Hanke den Torschützen Weglinski fand. Der SC Gatow ist mit seinem verstärkten Kader sicher zu den Favoriten zu zählen auf den Gesamtsieg beim Spandauer Pokal. Für den runderneuerten SSV gilt es dagegen, schnellstmöglich die nötige Form zu finden.

Von Dominik Schmidt

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23.07.2013 - 23:51 - bsammler

Er heißt Serkan Altin und nicht Alvin. Wir sind nicht bei den Chipmunks...

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